Studiengebühren light sind Irrweg

Veröffentlicht am 12.04.2008 in Landespolitik
 

Die SPD-Fraktion warnt vor einem faulen Kompromiss beim Thema Studiengebühren. »Bei den Landtagswahlen haben CDU und FDP in den Universitätsstädten eine deutliche Quittung für die unsozialen Studiengebühren bekommen«, sagte Dr. Gabriele Andretta, hochschulpolitische Sprecherin. »Studiengebühren finden keine Akzeptanz, auch wenn der Wissenschaftsminister konsequent die Augen vor der Realität verschließt.«

Begrüßenswert ist laut Andretta, dass die CDU jetzt immerhin über den Sinn von Studiengebühren nachdenkt. »Allerdings ist es ein Irrweg, jetzt die Rettung in gestaffelten oder nachgelagerten Gebühren zu sehen«, so Andretta.

»Derartige Modelle, wie sie jetzt auch die Grünen in Niedersachsen fordern, sind keine Ermutigung für Kinder aus weniger einkommensstarken Familien, sondern nur ein fauler Kompromiss. Die Aussicht für die Studierenden auf einen Schuldenberg bleibt und die Hochschulen bleiben auf den hohen Verwaltungskosten der nachlaufenden Finanzierung sitzen!

Andretta appelliert, die Befunde der Sozialerhebung ernst zu nehmen. Danach kommen nur noch 14 Prozent der Studierenden aus »einfachen« Verhältnissen, auch die Kinder aus der Mittelschicht sind seltener an den Hochschulen vertreten. »Mit diesem Skandal dürfen wir uns nicht abfinden«, sagte Andretta. »Es geht um mehr Chancengleichheit, aber auch um ökonomische Vernunft. Wollen wir in Niedersachsen beim Wettbewerb um hochqualifizierte Fachkräfte nicht das Nachsehen haben, müssen wir alles tun, um unsere Bildungspotenziale auszuschöpfen.« Derzeit ist Niedersachsen mit einer Studierendenquote von 29 Prozent bundesweit das Schlusslicht. Andretta fordert die Landesregierung auf, Studiengebühren für das Erststudium in Niedersachsen abzuschaffen.

 
 

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