Natale Fontana ist Hauptredner auf der 1.-Maikundgebung des DGB in Norden

Veröffentlicht am 27.04.2015 in Allgemein
 

Unter das Motto „Die Arbeit der Zukunft gestalten wir!“ hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in diesem Jahr die Veranstaltungen zum 1. Mai, dem traditionellen Feier- und Kampftag der Gewerkschaften, gestellt. Hauptredner auf der Mai-Kundgebung des DGB-Stadtverbandes Norden ist Natale Fontana, Gewerkschaftssekretär des ver.di-Bezirks Weser-Ems.  Der 52jährige Gewerkschafter ist Sohn einer italienischen Einwandererfamilie. Der gelernte Zimmerer und Industriebuchbinder war in mehreren Gewerkschaften Mitglied und später auch hauptamtlich beschäftigt. So arbeitete er nach seiner Zeit als freigestellter Betriebsratsvorsitzender als Gewerkschaftssekretär bei der IG Bau und der IG Metall Küste. Seit 2014 ist er bei ver.di im sogenannten Fachbereich 03 (Gesundheit, Wohlfahrt, soziale Dienste und Kirchen) im Bezirk Weser-Ems tätig.

Die Norder Kundgebung steht darüber hinaus im Zeichen des 125jährigen Jubiläums des Tages der Arbeit in Deutschland. Trotz drohender Sanktionen beteiligten sich am 1. Mai 1890 etwa 100.000 Arbeiterinnen und Arbeiter an Streiks, Demonstrationen und sogenannten „Maispaziergängen“. „Für uns ein Grund zu feiern und mit Stolz auf unsere Arbeit zurück zu blicken“, betonte Hans Forster, Vorsitzender des DGB-Stadtverbandes Norden, in einem Maiaufruf. In über zwölf Jahrzehnten hätten sich Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter immer für die Rechte der arbeitenden Menschen eingesetzt und dabei jede Menge erreicht. In der Stadt Norden sei nach Forsters Recherchen im Jahr 1901 zum ersten Mal eine Mai-Kundgebung veranstaltet worden.

 

Der DGB-Vorsitzende erinnerte an aktuelle gewerkschaftliche Erfolge wie den gesetzlichen Mindestlohn oder den abschlagsfreien Zugang zur Rente nach 45 Versicherungsjahren. Die „Arbeit der Zukunft gestalten“ umfasse aber mehr als Bezahlung und Arbeitszeit. So ständen ein Entgeltgleichheitsgesetz für Frauen, familiengerechte Arbeitsbedingungen, eine Qualifizierungsoffensive oder die Beseitigung der Langzeitarbeitslosigkeit weiter auf der Tagesordnung des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

 

Außerdem wolle der DGB nach Forsters Worten am 1. Mai für den Grundsatz „ein Betrieb – eine Gewerkschaft – ein Tarifvertrag“ eintreten. Durch das Agieren unsolidarischer Berufsverbände drohe ein Unterlaufen dieses Prinzips. Das müsse verhindert werden ohne dadurch das im Grundgesetz geschützte Streikrecht einzuschränken.

 

Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr im Behrends´schen Garten des Norder Weiterbildungszentrums, Uffenstrasse 1. Forster wird die Veranstaltung eröffnen. Grußworte sprechen Burghard Eggert, Flüchtlingshilfe Altkreis Norden, Hartmuth Engels vom IG Metall Wohnbereich Nörderland sowie Harm-Udo Wäcken, Vorsitzender des ver.di-Stadtverbandes Norden.

 

Der IG Metall Wohnbereich Nörderland ist außerdem mit seinem Info-Mobil sowie mit einem bunten Familienprogramm wie Kinderschminken und einer Hüpfburg präsent. Der Mensaverein der Kooperativen Gesamtschule Hage stellt seine Aktivitäten vor und sorgt für das leibliche Wohl der Kundgebungsteilnehmer. Die musikalische Umrahmung liegt in den Händen der Norder Oldieband „Goutbones“, die sich der Musik der 50er, 60er und 70er Jahre verschrieben hat. Veranstalter der Maikundgebung ist der DGB-Stadtverband Norden und Umland gemeinsam mit seinen Einzelgewerkschaften ver.di, IG Metall, IG Bau, GEW, IG BCE, EVG, GdP und NGG.

 
 

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